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Neue Regelungen für den Verkauf von Reise- und Seminar-Versicherungen

Die Europäische Richtlinie IDD – Insurance Distribution Directive


Um europaweit einen einheitlichen Verbraucherschutz zu garantieren, müssen alle nebenberuflichen Versicherungsvermittler, wie z.B. Tourismus-Marketing Organisationen, Gastgeber, Online-Buchungsportale oder Seminar-Anbieter Auflagen erfüllen, um den Stornoschutz zu Ihrem Hauptprodukt verkaufen zu dürfen.

Ab 23.02.2018 gelten neue Regelungen für den Verkauf von Reiseversicherungen!

 

Die gute Nachricht: Für Sie als Gastgeber im Deutschlandtourismus und Seminar-Anbieter bleibt (fast) alles so wie es ist! Vieles wird sogar einfacher und besser!

 

Die folgenden 3 Punkte sind für Sie wichtig:

1. Vor Abschluss:  Erweiterung der vorvertraglichen Informationspflichten

Die Informationspflicht umfasste bisher das Aushändigen des Produktinformationsblatts und der Versicherungsbedingungen vor Vertragsabschluss.

 

Neu ab 23.02.2018:

Vor Versicherungsabschluss müssen Vermittler den Kunden folgende Dokumente zusätzlich in schriftlicher Form zur Verfügung stellen:

  • Name & Anschrift des vermittelnden Veranstalters
  • Kontaktdaten der Beschwerde- und Schlichtungsstelle (Ombudsmann)

1. Verkauf erfolgt persönlich oder online:

 

In der Folge finden Sie eine Übersicht aller Dokumente, die dem Kunden vor Versicherungsabschluss zur Verfügung gestellt werden müssen:

  • Produktinformationsblatt (neuer Name: IPID)
  • Versicherungsbedingungen
  • Legitimation des Vermittlers: Name & Anschrift des Veranstalters UND Kontaktdaten der Beschwerde- und Schlichtungsstelle (Ombudsmann). Diese können bei Online-Buchungen im Impressum eingestellt werden.

Versicherungsombudsmann e. V.,

Postfach 080632, 10006 Berlin

Telefon: 0800 3696000, Fax: 0800 3699000

E-Mail: beschwerde@versicherungsombudsmann.de

Homepage: https://www.versicherungsombudsmann.de

 

2. Verkauf erfolgt über das Telefon:

 

Im Telefonverkauf reicht es aus, die erforderlichen Dokumente dem Kunden NACH dem telefonischen Abschluss zu übermitteln.

2. Neue Prämiengrenzen

Bisher galt für den nebenberuflichen Versicherungsvertrieb die maximale Prämienobergrenze von € 500,– pro Tarif für Reiseschutz-Prämien.

 

Ab 23.02.2018 gelten folgende neue Prämienobergrenzen:

 

Jahres-Reiseschutz: € 600,– pro Tarif

Der Jahres-Reiseschutz der ERV übersteigt diese Prämiengrenze nicht.

 

Einmal-Reiseschutz (= alle Reisen, mit der Dauer von weniger als 3 Monaten): € 200,– pro Person

 

Prämien, die € 200,- pro Person übersteigen, dürfen von nebenberuflichen Vermittlern nicht mehr abgeschlossen werden!

 

1. Änderung:

Buchungen von Prämien über € 200,- pro Person sind in den gängigen Buchungssystemen nicht mehr möglich.

2. Lösung:

Tippgeber-Modell bei Buchungen von Prämien über € 200,- pro Person. Gern berate ich Sie!

3. Die Begrenzung auf 5 Jahre entfällt bei Neuabschlüssen von Jahres-Versicherungen

Bisher lief eine Jahres-Versicherung, die über einen nebenberuflichen Vermittler, z. B. einen Gastgeber, abgeschlossen wurde, automatisch nach 5 Jahren aus.

 

Neu ab 23.02.2018:

Die Begrenzung auf 5 Jahre entfällt bei Jahres-Reiseversicherungen. Ein Jahres-Reiseschutz-Vertrag ist gültig, bis der Versicherungsnehmer oder die ERV ihn kündigt.

 

Mein Tipp:

Durch die automatische Verlängerung des Jahres-Reiseschutz bauen Sie Ihren Bestand auf. Die Folgeprovision erhalten Sie während der gesamten – ab Februar 2018 unbegrenzten – Laufzeit des Reiseschutz-Vertrages!!

Laden Sie sich hier den PDF-Flyer runter mit vielen wertvollen Hinweisen

Download
Neue Regelungen für den Verkauf von Reiseschutz im Tourismus in Deutschland für Gastgeber durch die Umsetzung der Europäischen Richtlinie IDD – Insurance Distribution Directive
ERV_TID-Flyer-IDD-2018.pdf
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